Geschichte der Kingston

Die knapp 78m lange und ca.10m breite S.S. Kingston lief am 16. Februar 1871 in Sunderland bei der Oswald Shipbuilding Company als Frachtschiff vom Stapel und war maximal 11 Knoten schnell.

Lange Zeit fuhr die S.S.Kingston ohne Zwischenfälle die sieben Meere der Welt. Annähernd zehn Jahre nach ihrem Stapellauf liegt die S.S. Kingston in ihrem Heimathafen London, als sie mit einer Ladung Kohle für die Kohlenstation in Aden befrachtet wird.Hiermit sticht sie dann unter dem Kommando von Kapitän Cousins am 20. Januar 1881 in See. Die Reise durch das Mittelmeer und den Suez-Kanal dauert genau einen Monat.Am 20.Februar 1881 werden in Suez die Anker gehoben und der Weg nach Aden fortgesetzt. Die nun vor dem Schiff liegende Seestrecke ist eine der schwierigsten der Welt.Viele Wracks zieren die Riffe des Roten Meeres. Eingedenk dieser Tatsache läßt sich es der Kapitän nicht nehmen weite Teile dieser Strecke selbst am Ruder zu stehen und alles zu überwachen. Nachdem man nun nach fast zwei Tagen rastlosen Wachens fast das offene Rote Meer erreicht hat und die Straße von Suez mit ihren gefährlichen Gewässern annähernd hinter einem liegen,gönnt sich Kapitän Cousins endlich Ruhe und übergibt das Ruder seinem ersten Maat.
Aber schon kurze Zeit später wird der Kapitän aus der Koje gerissen! In den frühen Morgenstunden des 22. Februars 1881 läuft die S.S. Kingston mit voller Wucht vierkant auf das Riff bei Shag Rock auf! Kapitän Cousins ist zwar sofort wieder auf der Brücke, aber das nützt alles nichts....
Nach zwei Tagen Kampf gegen die immer wieder stattfindenden schweren Wassereinbrüche und fehlschlagender Lecksicherungsmaßnahmen sinkt die S.S. Kingston immer tiefer.Trotzdem kämpft man in der Hoffnung weiter,daß bald Hilfe kommen möge.Doch es ist vergebens.Plötzlich sinkt das Heck endgültig in die Tiefe (von heute knapp 17m) und alles was noch von dem Schiff sichtbar bleibt sind die Mastspitzen. Ironischerweise kommt keine zwei Stunden später Hilfe: Kapitän Cousins und seine Mannschaft wird ohne Verletzungen oder Verluste an Menschenleben von den Masten abgeklaubt und gerettet.
Taucht man heute am Wrack muß man realisieren,daß meist eine nicht unbeachtliche Strömung vorhanden ist.Ein Grund am Heck -dem tiefsten Wrackteil mit ca. 17m-den Tauchgang zu beginnen und sich Schraube und Ruder anzuschauen. Die Hecksektion ist noch am besten erhalten.Von hier kann man dann z.B. entlang der Reeling in Richtung Schiffsmitte bzw. weiter hoch in Richtung Bug tauchen.

 

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